Detox

Der Begriff Detox ist die Abkürzung des englischen Wortes „Detoxification“ und bedeutet Entgiftung. Mit einer Detox-Kur soll der Körper von Giften und Schadstoffen gereinigt werden, die über die Umwelt aufgenommen wurden.

Detox-Kur – meist zeitlich beschränkt

Eine Detox- Kur beginnt mit einer Darmreinigung mithilfe von Glaubersalz, Bittersalz oder eine Darmspülung. Danach ist der Darm leer und es wird mit der Kur, die aus möglichst naturbelassenen und vegetarischen Lebensmitteln besteht, begonnen. Eine Variante stellt die Saftkur dar, bei der man nur Smoothies sowie Gemüse- und Obstsäfte zu sich nimmt. Nach maximal 3 Tagen sollte man mit sogenannten „Aufbautagen“ wieder beginnen, den Körper an normales Essen heranzuführen. Diese Fastentage verlangen Körper und Geist einiges an Kraft und Durchhaltevermögen ab.

Langfristige Ernährungsumstellung wichtig

Nach den Aufbautagen kehren die meisten wieder zu ihrer bisherigen Ernährungsweise und auch Essmustern zurück. Eine nachhaltige Ernährungsumstellung gelingt nur schwer, da für eine anhaltende Änderung von Verhalten und Gewohnheiten eine längere Zeit – bis zu 7 Monate – nötig ist. Wer sich vor der Detox- Kur ungesund ernährt und den Körper mit Giftstoffen wie Alkohol und Nikotin belastet, wird leicht in dieses Muster zurückfallen. Zwar hatte der Körper in den 3 Tagen Pause von diesen Einflüssen, aber auf die Jahresbilanz bezogen macht die Detox Kur keinen großen Unterschied. Auch das Gewicht verhält sich ähnlich. Meist nimmt man in der Zeit des Verzichts ab, diese Kilos hat man aber nach ein bis zwei Wochen mit normaler Ernährung schnell wieder auf den Rippen. Der Großteil des Gewichtsverlusts ist auf Wasser zurückzuführen, welches durch den Verzicht auf feste Nahrung aus dem Körper und den Geweben geschwemmt wird. Natrium – vor allem in Form von Salz – sorgt dafür, dass Wasser im Körper gebunden wird. Wird dem Organismus allerdings über mehrere Tage vermehrt Wasser und Säfte (ohne nennenswerte Salzgehalte) zugeführt, fehlt Salz als Magnet, der das Wasser im Körper hält. Somit verliert man besonders zu Beginn einer Fastenperiode vor allem Gewicht in Form von Wasser.

Tägliche Detox-Tipps

Es muss nicht immer eine streng limitierende Kur sein, welche man über einen bestimmten Zeitraum macht. Man kann in seinen Alltag ein paar Dinge einbauen, die den Körper entlasten und die normale Funktion der einzelnen Organe unterstützen.

Ausreichend Wasser trinken

Diese Regel sollte nicht nur beim Detox eine wichtige Rolle spielen. Eine ausreichende Versorgung mit Wasser ist für den Organismus essentiell und soll jeden Tag sichergestellt werden. Allgemein sollten das 2 – 3 Liter täglich sein. Eine genauere Richtlinie bietet die Formel: 0,03 Liter * Körpergewicht. Das bedeutet eine tägliche Trinkmenge von 2,1 Liter bei einer 70 Kilogramm schweren Person. Diese Menge sollte vor allem aus Wasser oder ungesüßten Tees bestehen. Als Ergänzung können auch Säfte und Smoothies getrunken werden, aufgrund ihres Kaloriengehalts aber nur in Maßen. Im Sommer sind Zitronen- oder Orangenscheiben und ein paar Eiswürfel eine erfrischende Abwechslung im Wasser.

Mehr Obst und Gemüse

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, dabei dient die eigene Hand als Maßstab für eine Portion. Dadurch wird der Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien und Enzymen versorgt. Ballaststoffreiche Lebensmittel in den Speiseplan einbauen Ballaststoffe regen die Verdauung an und führen im Gegensatz zu einfachen Kohlenhydraten zu einer langen Sättigung. Besonders ballaststoffreich sind Vollkornprodukte, wie Hafer, Vollkornreis, Hirse, Amaranth, aber auch Gemüse und Obst sowie Nüsse und Samen.

Mehr Bitter - weniger Süß

Der Süße Geschmack wird nicht nur bei Süßigkeit und Desserts bevorzugt. Die Vorliebe für „süß“ geht weit darüber hinaus und verdrängt eine weitere Geschmacksrichtung neben sauer und salzig: bitter. Doch genau diese Stoffe, die einen bitteren Geschmack erzeugen, sind wichtig für unsere Leber und somit für die Entgiftung des Körpers. Um die Leber anzuregen, sollten folgende Lebensmittel regelmäßig gegessen werden. Grapefruit, Zitrone, Artischocke, Brokkoli, Rucola, Chicorée, Radicchio und Kräuter wie Mariendistel und Schafgarbe.

Probiotische Lebensmittel

Auch der Darm trägt wesentlich zur Gesundheit des kompletten Organismus bei. Hierbei kommt es vor allem auf das Mikrobiom, also die Vielfalt der Darmbakterien an. Auch wenn dieses Gebiet bisher noch nicht komplett erforscht ist, weiß man, dass ein Gleichgewicht und eine möglichst große Vielfalt an Bakterien unsere Gesundheit positiv beeinflusst. Neben typischen probiotischen Lebensmitteln, wie probiotischen Joghurt und Kefir, können auch Lebensmittel wie Sauerkraut, saure Gurken oder Kombucha für eine ausbalancierte Darmflora genutzt werden.