Ernährungsform Low-Carb

Die Idee der kohlenhydratreduzierten Diät kam schon im 19. Jahrhundert auf. Damals wurde dem Engländer William Banting von seinem Arzt eine fleischbetonte Kost zur Gewichtsabnahme empfohlen. Nach eigenen Angaben nahm Herr Banting innerhalb eines Jahres 23 Kilogramm ab, weshalb diese Banting-Kur Ende des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland bekannt wurde.

Den Durchbruch schaffte diese Ernährungsweise allerdings erst durch den Kardiologen Robert Atkins. Dieser zog alte Forschungen aus den 1950er Jahren heran und bewertete sie neu. 1970 veröffentlichte er die bekannte Atkins-Diät, welche bis heute als Grundlage der Low-Carb Diäten gilt.

 

Weniger Kohlenhydrate – mehr Fett und Eiweiß

Die Motive, weshalb viele Menschen beginnen sich kohlenhydratarm zu ernähren, sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Viele Low-Carb Vertreter sind der Meinung, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung, wie sie in den westlichen Industrieländern vorzufinden ist (siehe linkes Diagramm), negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Sie behaupten, dass die Nährwertverteilung bei Jägern und Sammlern der Urzeit viel besser für den menschlichen Organismus geeignet war als die heutige, da sich diese vor allem aus natürlichen Quellen wie Obst, Gemüse, Nüssen und Samen ernährte. Industriell verarbeitete Lebensmittel standen ihnen nicht zur Verfügung. Die Zusammensetzung ihrer Nahrung sah ungefähr wie folgt aus: 22 – 40 % Kohlenhydrate, 28 – 47 % Fette und 19 – 35 % Eiweiß.

Kohlenhydrate und Blutzucker

Unumstritten ist, dass Kohlenhydrate – vor allem der Einfachzucker Glukose – zu einem rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels führen.  Als Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse das lebenswichtige Hormon Insulin aus, welches die Glukosemoleküle in die Zellen transportiert. Ein konstant erhöhter Blutzuckerspiegel führt längerfristig zu einer Insulinresistenz. Die Zellen stumpfen aufgrund der hohen Insulinmengen im Blut ab und schleusen immer weniger Zuckermoleküle in Leber, Muskel und Fettgewebe. Da der Körper Glukose selbst herstellen kann, ist das „Schonen“ der Bauchspeicheldrüse und die daraus resultierende Gefahr an Diabetes zu erkranken ein Argument der Low-Carb Anhänger.

Die eingesparten Kohlenhydrate werden durch Fett und Eiweiß ersetzt (siehe rechtes Diagramm). Diese beiden Nährstoffe müssen von unserem Körper aufwändiger zerlegt und umgebaut werden, bis sie als Glukose und andere kleine Baustoffe für uns nützlich sind. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel viel langsamer an als bei den Kohlenhydraten, weshalb wir nach einer fettreichen oder eiweißhaltigen Mahlzeit deutlich länger satt sind.

Lower – Carb

Auch Joy.foods hat sich mit dieser Ernährungsform befasst und ganz neu Lower-Carb Produkte entwickelt.

Mit dieser Produktlinie wollten wir die Kohlenhydrate nicht radikal reduzieren, sondern nur um etwa 45 % im Vergleich zu normalen Weizenmehlprodukten einsparen. Durch den Einsatz wertvoller Mehle wie Leinsamenmehl, Braunhirsemehl, Kokosmehl u.a. beinhalten die Produkte zusätzlich zum erhöhten Proteinhgehalt einen hohen Ballaststoffanteil.

Neben einer leckeren Bio Brot-Backmischung gibt es auch Bio Muffin-Backmischungen in den Sorten Schoko und Zitrone.